Richard Rittmeyer

Richard Rittmeyer
14.08.1886 (Weklitz ) - 06.10.1929 (Gross Heringshöft )

Familie Rittmeyer

- Herkunft (Zweig Weklitz) -

Wappen Familie Rittmeyer / Rittmeier

Wappen Vers. 2
Rittmeyer / Rittmeier
Ausgabe in deutscher Sprache Edition in English

 

Die Vorfahren der in dieser Chronik beschriebenen Familie Rittmeyer (Rittmeier) stammen aus der heute in Polen gelegenen Landgemeinde Weklice (deutsche Namensvarianten u.a. Weklitz, Wecklitz, Wöcklitz, Wöklitz) südöstlich von Elbing. Bis zum Ende des 2. Weltkrieges 1945 gehörte Weklitz zum Landkreis Elbing, der über jahrhunderte zunächst der Provinz Westpreussen bzw. ab 1922 innerhalb des Regierungsbezirkes Westpreussen der Provinz Ostpreussen zugeordnet war. Die Familie Rittmeyer war lutherischen Glaubens; die Taufen, Eheschließungen und Bestattungen fanden in der evangelischen Kirche zu Preußisch Mark statt.

Der bisher für diese Chronik nachgewiesene Stammvater ist Jacob Gottlieb Rittmeyer geboren am 26.11.1789 (Geburtsort unbekannt), geheiratet am 05.10.1815 in Preuschmark und verstorben am 07.10.1852 in Weklitz (Landkreis Elbing, Westpreußen).  Im Landkreis Elbing hatte Jacob Gottlieb Rittmeyer wahrscheinlich zwei weitere Geschwister, deren Geburtsorte ebenfalls nicht bekannt sind:

  • Friedrich Wilhelm Rittmeyer, geb. 1785, geheiratet erstmals am 26.9.1816 Christina Jochim in Zeyer, verstorben am 19.05.1858 in Preuschmark (Landkreis Elbing, Westpreußen).
  • Dorothea Rittmeier (Rittmeyer), geb. 1787, geheiratet am 28.02.1809 Johannes Hinz in Preuschmark, wohnhaft in Weklitz (Landkreis Elbing, Westpreußen).

Für die Annahme, dass es sich um Geschwister handelt, spricht die Tatsache, dass alle drei Rittmeyers bei den Geburten ihrer Kinder gegenseitig als Taufpaten auftraten. Es kann angenommen werden, dass sich Friedrich (Alter 19), Dorothea (Alter 17) und Gottlieb Rittmeyer (Alter 15) etwa 1804 in Weklitz ansiedelten, da zumindest Friedrich und Dorothea R. 1804 erstmals als Taufpaten bei anderen Geburten des Ortes Weklitz auftraten.    

Wer die Vorfahren von Jacob Gottlieb, Friedrich Wilhelm und Dorothea Rittmeyer waren ist nicht bekannt. Es wird lediglich im Heiratseintrag von Dorothea Rittmeyer ein Vater mit dem Namen Friedrich Rittmeyer ohne weitere Einzelheiten genannt. Weder Friedrich Rittmeyer sen. noch seine Ehefrau traten jedoch je anlässlich der eigenen Hochzeit oder bei den Geburten der eigenen Kinder in Kirchenbüchern in Erscheinung, noch wurde die Registrierung des Todes der Eheleute in West- oder Ostpreußen in Kirchenregistern erkannt. Weitestgehend ausgewertet wurden bisher alle beim EZAB Berlin einsehbaren Kirchenbücher von West- oder Ostpreußen. Und auch im Kontributions-Kataster 1772 - 1773 des GStA Berlin von Westpreussen der Ämter Christburg,  Elbing Höhe, Elbing Niederung, Marienburg Großer Werder,  Marienburg Kleiner Werder und Stuhm wurden keine Einträge mit dem Familiennamen Rittmeyer oder Rittmeier festgestellt. Das gleiche gilt für die Militärbücher von Pr. Holland, Osterode, Heiligenbeil und Allenstein sowie alle bisher ausgewerteten Kolonistenlisten bis einschl. 1798 (GStA Berlin, II. HA Generaldirektorium, Abt. 9 Westpreußen, Materien, Titel LXXXVII, Sect. 1, Nr. 3 und Nr. 7- Namenindex -) und Ostpreussen (GStA Berlin, GD Abt. 7, Ostpreußen, Materien, Titel XIX.  

Hinsichtlich der Schreibweise des Familiennamens wechselte dieser bei den Nachfahren häufig zwischen Rittmeyer und Rittmeier (je nach Epoche und Vorstellung der Pfarrer, wie dieser eine Taufe, Heirat oder Bestattung in Kirchenbüchern eintrug). In Einzelfällen wechselte sogar die Schreibweise bei der gleichen Person zwischen "y" und "i" hin und her (siehe z.B. unten in den Adressbüchern bei Gottfried Rittmeier).

In diesem Zusammenhang werden Informationen über die Nachkommen folgender Personen mit dem Namen Rittmeyer gesucht, um Informationen über die Vorfahren zu gewinnen:

  • In Danzig wurden seit 1743 in Kirchenbüchern mehrere Geburten- und Sterbeeinträge mit dem Familiennamen Rittmeyer gefunden. Danzig wird als der wahrscheinlichste Ort bewertet, von wo die möglichen Vorfahren der Rittmeyers aus Weklitz stammen könnten. Zum einen war Danzig ein wichtiger Stützpunktort für Aussiedlerrouten auf dem Wasser- (Schiffstransporte von Stettin aus kommend) und Landweg, von wo aus viele Aussiedler sich in Westpreussen angesiedelt hatten. Zum anderen lebten bereits sehr früh Rittmeyers in Danzig, die mit den Vornamen "Gottlieb" (gestorben am 21.3.1761 in Danzig) und "Friedrich" (erste Vaterschaft einer Tochter am 10.9.1743 in Danzig) Vornamen trugen, die ebenfalls bei den oben beschriebenen Stammvätern aus Weklitz die Hauptvornamen waren (Option 1.).  
  • Als weitere Möglichkeit kommen die Nachfahren von Carl Rittmeyer in Frage, der zwischen 1737 und 1742 Vater von einer Tochter Maria Elisabeth und zwei Söhnen Christian Carl und Johann wurde. Die Geburten wurden im Kirchspiel zu Christburg registriert, dass zum Landkreis Rosenberg in Westpreussen gehörte (Option 2.).
     
  • Eine dritte Möglichkeit stellen die Nachfahren der Familie Friedrich Rittmeyer aus Kussen dar, die vor 1736 von Franken nach Kussen (Ostpreußen) ausgewandert sind. In Kirchenbüchern von Kussen wurden bisher Friedrich und Sabine (Ehefrau?) mehrfach als Taufpaten gefunden sowie die Geburt des Sohnes Christian Rittmeyer im Mai oder Juni 1741 (Taufe am 04.06.1741) registriert. Zwischen 1769 und 1780 wurden im Kirchenbuch von Kussen die Geburten von 6 Söhnen der Eheleute Lorenz Rittmeyer und Anna Maria Rittmeyer  (George, Jacob und Christoph Daniel) bzw. der zweiten Ehefrau Else Rittmeyer (Johann, Christoph und George) erfaßt. Als Taufpatinnen wurden je einmal Elisabeth und Salome Rittmeyer gelistet (Schwestern oder Schwägerinnen ?). Verfügt jemand über Erkenntnisse. Friedrich Rittmeyer ist als Bauer aus Franken ausgewandert und soll einen Hof in Kussen gehabt haben. (Option 3.).
 


 

Weitere Hinweise für familiäre Beziehungen bieten ggf. auch die regionale Verteilung der Familien mit dem Familiennamen Rittmeier oder Rittmeyer in West- und Ostpreussen am Ende des 2. Weltkrieges. Danach gab es folgende 4 regionale Schwerpunkte:

Region 1:     Wöcklitz, Maislatein, Elbing und Bömischgut (Landkreis Elbing), Groß Heringshöft  (Landkreis Stuhm), Krebsfelde  (Landkreis Großes Werder) und Danzig

Region 2:     Mengsgut, Geislingen, Auerswalde, Wehrburg und Lilienfelde (Landkreis Ortelsburg), Bartzdorf (Landkreis Neidenburg) und Mühlen
(Landkreis Osterode)

Region 3:     Kussen, Kiggen, Meschkuppen, Neuweide, Spullen, Schirwindt (Landkreis Schloßberg), Jürgenfelde und Ragen (Landkreis Angerapp) und Ragnit (Landkreis Tilsit-Ragnit)

Region 4:     Heiligenbeil und Hermsdorf (Landkreis Heiligenbeil), Bartenstein, Königsberg und Mohrungen

 

Regionale Verteilung Familie Rittmeier / Rittmeyer in West-/Ostpreussen am Ende des 2. Weltkrieges
Region 1: Elbing/Stuhm/Großes Werder Region 2: Ortelsburg/Neidenburg Region 3: Schloßberg/Angerapp Region 4: Heiligenbeil/Königsberg

Auch die Frage, von wo aus die Familie Rittmeyer nach Ost- bzw. Westpreussen umgesiedelt ist, kann derzeit noch nicht beantwortet werden (Einzelheiten Herkunft der Familien Rittmeyer/Rittmeier siehe Familienstämme). Unter Berücksichtigung der Konfessionszugehörigkeit der Rittmeyer-Linien in Ost- bzw. Westpreussen zur Evangelischen Kirche werden die Stämme / Zweige Braunschweig, Helmstedt, Empelde, Düsseldorf, Cleve, Lemgo und Lipperode vorrangig geprüft, da in diesen Regionen die Taufen evangelisch waren. In den übrigen Regionen gehörten die Familien vorrangig der katholischen Kirche an.

 

 

Karte Stamm-Hof Jacob Gottlieb Rittmeyer oben



Weklitz (Wöklitz, Westpreußen)

Die Vorfahren der in dieser Chronik beschriebenen Familie Rittmeyer (Rittmeier) liesen sich in erster Generation im Landkreis Elbing in Weklitz und Preuschmark nieder. Jacob Gottlieb Rittmeyer, geboren 1789 begründete einen Hof in Weklitz (540655.8 N 0193427.7 O) und Friedrich Wilhelm Rittmeier, geboren 1785 einen Hof in Preuschmark. Dorothea Rittmeier, geboren 1787 heiratete am 28.2.1809 den Hofbesitzer Johannes Hinz aus Weklitz und wurde dort die Bäuerin.

Der Hof von Jacob Gottlieb Rittmeyer in Weklitz (später Wöklitz) war der letzte Hof am Ortsausgang in Richtung Güldenboden (Grundbuch Wöklitz Band 1 Blatt Nr. 9, Grundstück 8, in dem die Rittmeiers als Eigentümer eingetragen waren).

Der Hof in Weklitz wurde von Jacob Gottlieb Rittmeyer über folgende Generationen vererbt:
 
Georg Friedrich Rittmeier 08.01.1820 - 13.03.1880
Gottfried Ferdinand Rittmeier 03.11.1846 - 05.05.1922
Emil Michael Rittmeier 27.09.1901 - 03.1945

und blieb bis zur Umsiedlung der Familie Rittmeier 1947 im Familienbesitz.

Jacob Gottlieb Rittmeyer (geb. 26.11.1789) hatte 1 Sohn und 2 Töchter (Einzelheiten siehe Stammtafel). Sein einziger Sohn Georg Friedrich Rittmeier (geb. 8.1.1820) übernahm den Hof nach dem Tod seines Vaters. Er hatte 8 Söhne und 2 Töchter (Einzelheiten siehe Stammtafel), von denen bekannt ist, dass Gottfried Ferdinand (geb. 1846), Jacob Friedrich (geb. 1848), Wilhelm (geb. 1851) und Peter Eduard Rittmeier  (geb. 1856) Hofbesitzer und Bauern wurden. Die Söhne Johann August (geb. 1850) und Peter Michael Rittmeier (geb. 1858) siedelten nach Hamburg um und wurden dort Bäckermeister (August) bzw. Brothändler (Peter).

 

Gottfried Ferdinand Rittmeier Jakob Friedrich Rittmeier Johann August Rittmeier Wilhelm Rittmeier Hermann Rittmeier Peter Eduard Rittmeier Peter Michael Rittmeier

> > > >  Söhne von Georg Friedrich Rittmeier (Schaltflächen - durch Anklicken einer Person springt die Seite zur Person nach unten)  < < < <




Folgende Einträge in Adressbüchern von Wöklitz und Maislatein belegen den Besitz der Familie Rittmeier von insgesamt 3 Höfen in unmittelbarer Nähe zueinander. Ferner weisen die Einträge aus, dass Gottfried Rittmeier ebenfalls Gemeindevorsteher in Wöklitz war:


 

   
Adressbuch 1896   Adressbuch 1914   Adressbuch 1934

 

 
Adressbuch 1914   Adressbuch 1934



Von Weklitz aus verbreiteten sich die Söhne und Enkel der Familie Rittmeier / Rittmeyer auf die Landkreise Elbing und Stuhm in Westpreussen und Neidenburg, Osterode und Ortelsburg in Ostpreussen. In der nachfolgenden Karte sind alle Standorte vermerkt, an denen Familienangehörige der Familie Rittmeier / Rittmeyer Höfe bewirtschafteten. Soweit in den nachfolgenden Beschreibungen von Höfen geografische Koordinaten erwähnt werden, handelt es sich um punktgenaue Koordinaten des Mittelpunktes einzelner Höfe, mit deren Hilfe die Höfe auf Landkarten oder Satelittenbildern bestimmbar und mit Navigationssysteme punktgenau anfahrbar sind.




Höfe der Familie Rittmeier / Rittmeyer in West- und Ostpreussen






Karte

Zweig Gottfried Ferdinand Rittmeier

oben



Karte

Hof Weklitz (alternativ Wöklitz, Landkreis Elbing, Westpreußen)

Ort



Gottfried Ferdinand Rittmeier (geb. 3.11.1846) erbte als ältester Sohn den Hof in Weklitz und hatte dort 5 Söhne und 1 Tochter (Einzelheiten siehe Stammtafel). . Nach dem Tode von Gottfried Ferdinand Rittmeier im Jahre 1922 bewirtschafte zunächst noch die Witwe, Wilhelmine Rittmeier den Hof weiter, ehe der jüngste Sohn Emil Rittmeier den Hof 1930 übernahm (siehe Notarverträge vom 25.11.1930 und 2.12.1930). Der ältere Sohn Gottfried Ferdinand Rittmeier (geb. 1887) konnte den Hof nicht übernehmen, da er taubstumm war und deshalb den Beruf eines Sattlers wählte (er wohnte aber bis 1947 ebenfalls auf dem Hof).

Der Hof hat gem. Erbhöferrolle vom 6.11.1934 eine Größe von 35 ha, 77 a und 24 qm und bestand gem. Einer beglaubigten Bestandsübersicht von 1991 aus einem Wohnhaus, einem Pferde- und Kuhstall, einer Scheune, einem Schweine- und Strohstall, einem Holzschuppen und einer Pferdekutschengarage. Der Viehbestand wird mit 10 Pferden, 24 Kühe, 21 Schweine, 60 Hühner und 95 Enten und Gänse angegeben.

Die Auswirkungen des 2. Weltkrieges erreichten Wöklitz erstmals im Oktober / November 1944, indem man auf dem Hof in Wöklitz bei Ostwind das Grollen der Geschützfeuer von der Ostfront wahrnehmen konnte. Am 23.1.1945 erreichte der Krieg den Raum Elbing; gegen 14.00 hörte man auf dem Hof erste Detonationen aus Elbing, hervorgerufen durch den Beschuss von Militär- und Flüchtlingszügen im Bahnhof von Elbing. Am gleichen Tag des 23.1.1945 fuhren gegen 16.00 / 17.00 Uhr erstmals russische Panzer in das Dorf Wöklitz ein. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich auf dem Hof der Rittmeiers etwa 60 bis 70 Flüchtlinge mit Wagen und Gepäck, untergebracht in Haus, Stall und Scheune.

Ab dem 23.1.1945 kam die Infrastruktur und Versorgung von Wöklitz völlig zum Erliegen. Die wenigen Geschäfte wurden nach Plünderungen geschlossen, der Strom abgestellt und der Arzt abgezogen. Beerdigungen erfolgten im Ort in Wöklitz auf einem Notfriedhof (zunächst im Gemüsegarten vom Hofbesitzer Kornblum und später unterhalb der Voilkenberg-Eiche), nachdem der Friedhof in Preuschmark nicht mehr erreichbar war.  Die Versorgung verbesserte sich, nachdem im März 1945 in Wöklitz eine russische Kommandantur eingerichtet wurde, mit dem Ziel, das zusammen getriebene Großvieh bis zum Abtransport nach Russland in Wöklitz zu versorgen. Durch diese Funktion war die Versorgung von Wöklitz mit Grundnahrungsmitteln bis Juli 1945 gesichert.  
Hof der Familie Rittmeier in Weklitz
Hof und Bauer Gottfried und Emil Rittmeier (Bildarchiv)

Etwa 10 Tage nach dem Einmarsch von Panzern in Wöklitz trafen erste russische Frauenbataillione in Wöklitz ein, um alle Höfe nach Soldaten und wertvollen Gegenständen zu durchsuchen sowie deren Abtransport zu organisieren.

Am 08.02.1945 wurde der Vater Emil Rittmeier vom Hof geholt und nach Russland (Sibirien) ins Arbeitslager deportiert.  Über den Verbleib und das Schicksal von Emil Rittmeier erhielt die Familie über Jahre keinerlei Nachrichten. Erst Ende 1948 / Anfang 1949 erreichte die Familie die Nachricht, das der Vater im Lager in Sibirien verstorben war.

Auf dem Hof selber verblieben bis Mitte Mai 1947 die Grossmutter Wilhelmine R., die Mutter Charlotte R., der Onkel Gottfried R. sowie die 5 Kinder, da nach Kriegsende für Westpreussen keine staatlich, angeordnete Evakuierung vorgesehen war.  Ab Sept. 1945 kamen die ersten Polen und konnten sich die Bauernhöfe aussuchen und in Besitz nehmen. Bis Mai 1947 wohnten auf dem Rittmeier-Hof zwei polnische Familien sowie die Familie Rittmeier.

Mitte Mai 1947 erfolgte die offizielle Umsiedlung gem. UN- Beschlüsse nach Gohlis (Kreise Riesa, Sachsen) über die Stationen Pomehrendorf, Elbing, Marienburg, Hohensalze, Thorn, Posen, Kohlfurth, Wehrkirch (Grenzübergang), Hoyerswerda, Neuwiese (Lager) und Oschatz. Die beide Söhne Fritz und Günther wohnen heute in Blankenfelde (Brandenburg) bzw. Strehla (Sachsen). Fritz Rittmeier war als Vermessungsingenieur tätig und in dieser Funktion u.a. in Riesa, Berlin und Sprengberg (Niederlausitz) wohnhaft. Günther Rittmeier war als Maurer und später als Maurerlehrausbilder tätig.

(Erinnerungen Zeitzeuge Fritz Rittmeier, geb. am 05.11.1932 in Wöklitz, Westpreussen)..



Karte

Zweig Wilhelm Rittmeier

oben




Karte

Hof Böhmischgut (Landkreis Elbing, Westpreußen)

Ort



Wilhelm Rittmeyer (geb. 29.10.1851) erwarb für seinen Sohn Wilhelm (geb. 1888) einen Hof in Böhmischgut (540807.18 N 0192931.69 O). Wilhelm Rittmeyer zog auf dem Hof 1 Tochter auf (Einzelheiten siehe Stammtafel).     

Hof der Familie Rittmeyer in Böhmischgut
Hof und Bauer Wilhelm Rittmeyer (Bildarchiv)

Aufgrund eines überlieferten Bildes ist ferner bekannt, dass Wilhelm Rittmeyer zeitweise auch eine Molkerei und einen Großhandlung für Milchprodukte in Berlin Westend, Nussbaumallee, führte. Über den Zeitpunkt liegen keine Erkenntnisse vor, es dürfte sich jedoch um einen Betrieb handeln, der um etwa 1930 bestand.

Zum Kriegsende 1945 hielten sich Wilhelm und Frieda Rittmeyer auf ihrem Hof in Böhmischgut auf. Die 18-jährige Tochter Gisela wohnte in Berlin, wo sie ihr Pflichtjahr bei der Wehrmacht absolvieren musste.

Wilhelm Rittmeyer wurde von den Russen vom Hof nach Russland verschleppt und gilt seit her als vermisst. Ähnlich erging es auch seiner Ehefrau Frieda, die mit weiteren Frauen des Ortes Böhmischgut für die Russen Vieh in Richtung Osten treiben mussten. Auch sie kehrte nie zurück, ihr Schicksal ist bis heute unbekannt. Für die Tochter Gisela blieb das Schicksal ihrer Eltern lange im Ungewissen; sie kehrte erstmals 1967 auf den Hof nach Böhmischgut zurück, um den Ort ihrer Kindheit zu besuchen.


Hof Wilhelm Rittmeyer in Böhmischgut





Karte

Hof Güldenboden  (Landkreis Elbing, Westpreußen)

Ort




In der Generation nach Georg Friedrich Rittmeier (geb. 1820) wurde vom Sohn Wilhelm Rittmeier (geb. 29.10.1851) ein zweiter Hof in Güldenboden (540552.4 N 0193428.8 O) erworben. Wilhelm Rittmeier zog dort 7 Söhne und 2 Töchter auf (Einzelheiten siehe Stammtafel). Nach seinem Tode wurde dieser Hof an seine Tochter Anna Maria Rittmeyer (geb. 1898) vererbt, deren Ehemann Herbert Rapp (geb. 1892) fortan als Bauer geführt wurde.

In letzter Generation wuchsen auf dem Hof deren Kinder Erwin, Vera, Douglas, Henry und Evelyne Rapp auf. Nach dem zweiten Weltkrieg wanderten alle Kinder in die USA aus und gründeten dort ihre Familien.
Die Familie hatte auf dem Hof in Güldenboden ähnliche Auswirkungen des 2. Weltkrieges zu verkraften.

Schon gleich nach der Flucht im Januar 1945 wurde die Familie getrennt. Sie kamen nur bis Preussisch Markt (ca. 4 Kilometer von zu Hause) und wurden dort von deutschen Soldaten wieder zurück geschickt und auf einem abgelegenen Hof einquartiert.

Vater Herbert Rapp wurde im Februar 1945 nach Sibirien verschleppt und kam nie wieder zurück; sein genaues Schicksal, d.h. wie er umgekommen ist, ist bis heute nicht bekannt. Anna Rapp geb. Rittmeyer ist im Juli 1945 an Typhus verstorben.

Der Sohn Erwin Rapp wurde als Soldat ebenfalls nach Sibirien verschleppt und wurde erst nach 3 Jahren aus der Kriegsgefangenschaft entlassen. Über seine Erlebnisse spricht er nie, es war zu schlimm. Der 
Sohn Douglas Rapp wurde im
Hof der Familie Rittmeyer in Güldenboden
Hof und Bäuerin Anna Rittmeyer (Bildarchiv)
März 1945 ebenfalls von den Russen verschleppt, kam aber schon wegen seines jungen Alters (14) nach 6 Monate zurück. Vera Rapp konnte noch im letzten Flüchtlingstransport aus Elbing vor dem Einmarsch der Russen entkommen.

Henry und Evelyne verbrachten die ersten Jahre nach dem Krieg allein in Polen und lebten mit den Polen, die sich auf dem Rapp-Hof niedergelassen hatten. Es waren zwei ein halb schreckliche Jahre für die Beiden. Ende 1947 wurden sie in einem der letzten Transporte aus Ostpreussen vertrieben und lebten zunächst einige Monate in einem Waisenlager in Bautzen, bis sie von zwei Tanten in Westdeutschland aufgenommen worden sind.  Erwin, Vera, und Douglas Rapp sind Ende 1947 mit einem Amerikanischen Pass in die USA ausgewandert (Herbert Rapp hatte als junger Mann die amerikanische Staatsangehörigkeit erworben). Henry Rapp ist drei Jahre später nachgefolgt und Evelyne Rapp im Jahre 1952. Die Geschwister hatten sich unter einander erst nach 10 Jahre wiedergesehen.

Die jüngste Tochter, Evelyne (Eva) Tannehill, geb. Rapp hat ihre Kindheitserinnerungen im Buch "abandoned and forgotten" veröffentlicht.

(Quelle Bild:  Zeitzeugin 
Evelyne Rapp am 21.1.1936 in Güldenboden, Westpreussen)





Karte

Hof Meislatein (Landkreis Elbing, Westpreußen)

Ort



Wilhelm Rittmeyer (geb. 29.10.1851) erwarb für seinen Sohn Richard (geb. 1886) einen weiteren Hof in Meislatein (540548.3 N 0193331.1 O). Dieser Hof ging an seinen Bruder Otto (geb. 1893) über, nachdem Richard Rittmeyer das Rittergut Groß Heringshöft im Landkreis Stuhm erwarb.

Auch die Familie Rittmeyer auf dem Hof von Otto Rittmeyer sen. (geb. 6.3.1893 in Weklitz) in Meislatein blieb von den Auswirkungen des Krieges nicht verschont. Der Sohn Otto Rittmeyer jun. (geb. 15.2.1924 in Meislatein) wurde im Januar 1942 zur Wehrmacht eingezogen, wurde als Soldat im Herbst 1944 verwundet und geriet im Mai 1945 in amerikanische Kriegsgefangenschaft. Kurz nach der Gefangennahme durch die Amerikaner wurde er an die Russen überstellt, die ihn erst 1947 aus der Kriegsgefangenschaft einließen.
 
Hof der Familie Rittmeyer in Meislatein
Hof und Bauer Richard und Otto Rittmeyer (Bildarchiv)
  Die Ehefrau Ida Rittmeyer flüchtete am 21.1.1945 – kurz vor dem Eintreffen der Russen – zusammen mit den Töchtern Waldtraut und Ilse zu Bekannten nach Danzig. Mitte März 1945 setzten sie die Flucht vor den Russen mit einem Schiff von Danzig nach Schleswig-Holstein fort, wo sie die Folgejahre in Bargenstedt bei Melldorf verbrachten. Otto Rittmeyer jun. Ging nach seiner Kriegsgefangenschaft ebenfalls zunächst nach Bargenstedt, zog dann nach Mühlheim an der Ruhr weiter, um dort zwischen 1948 und 1951 bei den Engländern als Kraftfahrer tätig zu sein. 1951 baute sich Otto Rittmeyer jun. in Bielefeld eine neue Existenz als Lebensmittelkaufmann auf. Die Schwester Ilse R. folgte ihm 1952 und die Mutter Ida R. 1953 nach Bielefeld, während die Schwester Waldtraut nach Hamm zog.

Otto Rittmeyer sen. Verblieb nach dem 21.1.1945 auf dem Hof in Meislatein, weil er den Hof und die Tiere nicht im Stich lassen wollte. Er wurde von den Russen vom Hof verschleppt und verstarb auf dem Transport nach Russland am 26.2.1945.

(Erinnerungen Zeitzeuge Otto Rittmeyer, geb. am 15.2.1924 in Meislatain, Westpreussen).




Karte

Rittergut Groß Heringshöft (Landkreis Stuhm, Westpreußen)

Ort



Richard Rittmeyer (geb. 14.08.1886) erwarb das Rittergut Groß Heringshöft (540014.1 N 0191039.7 O) im Landkreis Stuhm, nachdem er zuvor den Hof in Meislatein seinem Bruder Otto übergeben hatte. Er verstarb 1929 bereits sehr früh im Alter von 43 Jahren. Seine Witwe, Edith Rittmeyer (geb. Heise) heiratete später Ernst Martin Schülke, die dass Rittergut fortführten.

Die 4 Söhne wuchsen zusammen mit dem Sohn aus 2. Ehe Ernst Werner auf dem Rittergut auf
 (Einzelheiten siehe Stammtafel). Während der Sohn Klaus 1944 im 2.Weltkrieg gefallen ist, siedelten sich die übrigen Söhne nach dem Krieg in Spenge, Marburg und Koblenz an.

Rittergut der Familie Rittmeyer in Gr. Heringshöft
Rittergut und Bauer Richard Rittmeyer (Bildarchiv)


 







Rittergut Richard Rittmeyer in Groß Heringshöft



Karte

Zweig Jakob Friedrich Rittmeier

oben



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Hof Geislingen (Landkreis Ortelsburg, Ostpreußen)

Ort



In der Generation nach Georg Friedrich Rittmeier (geb. 1820) begründete der Sohn Jakob Friedrich Rittmeier (geb. 25.7.1848 in Weklitz) einen Hof in Moldsen (Landkreis Osterode,Ostpreussen). Friedrich Rittmeier zog dort 6 Söhne und 3 Töchter auf (Einzelheiten siehe Stammtafel). In den Geburtsurkunden der Kinder wurde Friedrich Rittmeier als (Hof-)Besitzer ausgewiesen (siehe Geburtsurkunde August Rittmeyer).

Hof der Familie Rittmeyer in Geislingen
Hof und Bauer August Rittmeyer (Bildarchiv)

Von den 6 Söhnen kehrten die Söhne Friedrich (gefallen 3.5.1917), Robert (vermisst seit 3.4.1915) und Erich (gefallen 9.8.1917) nicht aus dem 1. Weltkrieg zurück.

Es ist bisher nicht bekannt, ob der Hofbesitzer Friedrich Rittmeier seinen Hof in Moldsen verkauft hat, um mit seinen Kindern auf einen neuen Hof nach Geislingen (534549.2 N 0205842.8 O) im Landkreis Ortelsburg in Ostpreussen umzusiedeln oder ob er seinen Hof in Moldsen an einen seiner jüngeren Söhne übertragen hat und bei seinem älteste Sohn August auf dem Hof in Geislingen als Altsitzer eingezogen ist.

August Rittmeyer zog auf dem Hof in Geislingen 2 Söhne und 1 Tochter auf und bewirtschafte den Hof bis zur Flucht der Familie 1945 nach Diepholz in Niedersachsen (Einzelheiten siehe Stammtafel)



Hof August Rittmeyer in Geislingen (Landkreis Ortelsburg)



Karte

Zweig Peter Eduard Rittmeier

oben



Karte

Hof Bartzdorf (Landkreis Neidenburg, Ostpreußen)

Ort



Der Sohn Otto Karl Rittmeyer (geb. 9.5.1904) von Eduard Rittmeier erwarb einen Hof in Bartzdorf (532137.9 N 0202831.1 O) im Landkreis Neidenburg in Ostpreussen und zog dort 1 Sohn und 2 Töchter auf (Einzelheiten siehe Stammtafel). 

Mit dem 2. Weltkrieg wurde Otto Rittmeyer als Soldat eingezogen. Seine Ehefrau Meta bewirtschaftete den Hof mit zugewiesenen Polen und später auch mit Kriegsgefangenen weiter.

Aufgrund der russischen Offensive Mitte Januar 1945 traten Meta mit den Kindern Edeltraut, Diethard und Gerlinde die Flucht in der Nacht vom 17. auf den 18.01.1945
in einem Fluchtwagen mit Blechdach an. Der Fluchtweg führte sie über Allenstein, Guttstadt nach Frauenburg. Von dort aus ging die Flucht weiter über das Eis des Frischen Haffs nach Danzig (zu Fuß, mit dem Bus und mit der Kleinbahn).

Von Danzig aus wurden sie mit dem Güterzug über Pommern, Stettin und Mecklenburg nach Bad Oldesloe gebracht. Dort fanden sie bei "Dolly Pöhlsen" in Pölitz Unterkunft und Beschäftigung in der Landwirtschaft.
Hof der Familie Rittmeyer in Bartzdorf
Hof und Bauer Otto Rittmeyer (Bildarchiv)
Der Vater Otto Rittmeyer kehrte Ende 1945 aus der  Kriegsgefangenschaft zur Familie zurück. Im Jahre 1953 konnte Otto Rittmeyer einen Hof in Bad Oldeslohe im Ortsteil Schadehorn erwerben, den er bis zum Rentenalter führte. Danach übernahm Sohn Diethard bis zum Rentenbeginn den Hof. Heute bewirtschaftet Enkel Holger den Hof mit Schwerpunkt Getreideanbau und Schweinemast.

(
Erinnerungen:
Zeitzeugen Diethard Rittmeyer geboren am 26.4.1938 und Edeltraud Rittmeyer geboren am 27.3.1934 in Bartzdorf, Ostpreußen)


Hof von Otto Rittmeyer aus Bartzdorf (Kreis Neidenburg)


Karte

Hof Lichteinen (Landkreis Osterode, Ostpreußen)

Ort




In der Generation nach Georg Friedrich Rittmeier (geb. 1820) begründete der Sohn Peter Eduard Rittmeier (geb. 23.3.1856 in Weklitz) einen Hof in Lichteinen (Landkreis Osterode,Ostpreussen). Eduard Rittmeier zog dort 7 Söhne und 7 Töchter auf (Einzelheiten siehe Stammtafel)

Nach dem Tode von Eduard Rittmeier im Jahre 1932 übernahm der Sohn Friedrich Rittmeyer (geboren am 26.9.1891 in Lichteinen) den Hof und zog dort 1 Sohn und 3 Töchter auf (Einzelheiten siehe Stammtafel). Weitere Söhne begründeten Höfe in Bartzdorf (Otto R.), Mühlen (August R.), in Lilienfelde (Hermann R.) und in Wehrberg (Peter Eduard jun. R.). Die Söhne Kurt und Willi verstarben bereits im Kindesalter.

Hof der Familie Rittmeyer in Lichteinen
Hof und Bauer Eduard und Friedrich Rittmeyer (Bildarchiv)
 

Für die Familie endete das normale Leben auf dem Hof am 18.01.1945. Mit zwei Planwagen, Hab und Gut und einem geschlachteten Schwein traten sie die Flucht an, kamen jedoch über Wald- und Feldwege nur bis ins etwa 30 km entfernt liegende Locken und später weiter nach Moldsen. Dort vielen sie in die Hände der Russen, konnten aber schließlich entkommen und in einem kleinen Ort Namens Tafelbude fliehen, wo sie drei Wochen unerkannt blieben.

Anfang Mai 1945 mußten Friedrich Rittmeyer und die Töchter Irmi und Trudchen Viehherden von Ostpreußen in Richtung Russland treiben. Hiervon konnten sich Friedrich R. jedoch aufgrund einer Erkrankung (Ruhr) und später die Töchter aufgrund der Warnung und Hilfestellung einer Russin wieder absetzen. Schließlich landeten alle über Umwegen wieder auf dem Hof in Lichteinen, wo es aufgrund der Stationierung einer Panzer-Einheit in Lichteinen und der Unterbringung eines Stabsarztes mit Sanitätsstation auf dem Hof der Rittmeyers relativ ruhig und sicher war.

Im September 1945 zogen die Russen aus Lichteinen ab und überließen den Ort den Polen, die den Ort mit Plünderungen und Waffengewalt unter ihre Kontrolle brachten. Die Rittmeyers flüchteten daraufhin über Hohenstein und Osterode nach Deutschland, wo sie zunächst in Küstrin (Oder) in zerschossenen Häusern ohne Fensterscheiben und Türen untergebracht wurden. Drei Wochen später

ging es über die Oder nach Barth in ein ehemaliges Militärobjekt und anschließend im November 1945 nach Groß Lüdershagen bei Stralsund in die Massenunterkunft eines Gutshofes. 

Die Flucht endete im März 1946 in Kalsow, wo sich auch die Familien der Schwestern von Friedrich Rittmeyer, Emma Glaubitt und Elli Stein, mit ihren  Kindern ansiedelten und Arbeit fanden.

(Erinnerungen: Zeitzeugin Margot Herz (geborene Rittmeyer) geboren am 19.7.1933 in Lichteinen, Ostpreußen) 





Hof von Peter Eduard Rittmeyer und später Friedrich Rittmeyer in Lichteinen, Landkreis Osterode




Karte

Hof Mühlen (Landkreis Osterode, Ostpreußen)

Ort



Der Sohn August Rittmeyer von Eduard Rittmeier erwarb einen Hof in Mühlen (533036.8 N 0201212.4 O) im Landkreis Osterode in Ostpreussen und zog dort 2 Söhne und 3 Töchter auf (Einzelheiten siehe Stammtafel). 

Hof der Familie Rittmeyer in Mühlen
Hof von Bauer August Rittmeyer (Bildarchiv)

Nach dem 2. Weltkrieg flüchtete August Rittmeyer mit Familie nach Nienburg an der Saale in Sachsen Anhalt, wo auch der Sohn Otto und die Tochter Paula bis zum Lebensende wohnten. Der Sohn Herbert wohnt noch heute in Bernburg und die Tochter Erna wohnte und verstarb in Rotenburg Wümme. Die Tochter Helene gilt seit 1945 als vermisst.



Hof von August Rittmeyer in Mühlen, Landkreis Osterode






Karte

Hof Lilienfelde (Landkreis Ortelsburg, Ostpreußen)

Ort



Der Sohn Hermann Rittmeyer von Eduard Rittmeier heiratete auf einem Hof in Lilienfelde (532653.9 N 0211926.3 O) ein, nachdem der Ehemann der Witwe Marie Sokolowski (geb. Rattay) verstarb. Auf dem Hof wuchsen 1 Sohn und 2 Töchter aus der ersten Ehe von Marie Sokolowski und 1 Sohn und 2 Töchter aus der Ehe von Hermann und Marie Rittmeyer gemeinsam auf (Einzelheiten siehe Stammtafel).

Es gibt keine Bilder vom Hof in Lilienfelde, die noch im Besitz von Familienangehörigen sind. Über die Lage des Hofes gibt es einen Ortsplan der Kreisgemeinschaft Ortelsburg, der jedoch keine genaue Bestimmung der Lage des Hofes auf einer Karte oder in Google Earth ermöglicht, da die meisten Höfe heute nicht mehr existieren.



Hof von Peter Eduard Rittmeyer in Wehrberg, Landkreis Ortelsburg







Karte

Hof Wehrberg (Landkreis Ortelsburg, Ostpreußen)

Ort



Der Sohn Peter Eduard jun. Rittmeyer von Eduard Rittmeier erwarb einen Hof in Wehrberg (532840.7 N 0211240.6 O) im Landkreis Ortelsburg in Ostpreussen und zog dort 2 Söhne und 4 Töchter auf (Einzelheiten siehe Stammtafel). Der Sohn Otto und die Töchter Erna und Olga lebten auch nach dem 2. Weltkrieg in Polen und verstarben auch dort. Zwei weitere Schwestern wurden vor Kriegsende durch die Russen erschossen. Nur Richard Rittmeyer siedelte sich nach dem 2. Weltkrieg in Neuwied bei Koblenz an. 

Es gibt weder von Peter Eduard Rittmeyer, noch vom Hof in Wehrberg Bilder, die noch im Besitz von Familienangehörigen sind. Die beiden Bilder in der Karte stammen von der Kreisgemeinschaft Ortelsburg, die entweder den Hof der Rittmeyers oder den Nachbarhof zeigen. Die Lage des Hofes wurde aus einem der Kreisgemeinschaft Ortelsburg ermittelt, der jedoch gem. einer Google Earth Auswertung nicht mehr existiert.



Hof von Peter Eduard Rittmeyer in Wehrberg, Landkreis Ortelsburg







Karte

Zweig Johann August Rittmeier

oben


Altona (bei Hamburg)

Der Sohn Johann August Rittmeier (geb. 26.3.1850 in Weklitz) siedelte sich in Altona (bei Hamburg) an und gründete dort etwa 1883 als selbständiger Bäckermeister eine Grobbäckerei in der Grossen Schmiedestr. 2 (siehe Stadtplan Altona). Später zog er mit seiner Bäckerei in die Grossen Schmiedestr.11 um. Ferner führte August Rittmeier gem. Adressbuch-Eintrag Hamburg von 1890 in der Trommelstr. 5 ein weiteres Geschäft für Brot- und Fettwaren. August Rittmeier hatte 2 Söhne und 2 Töchter (Einzelheiten siehe Stammtafel).


Grobbäckerei von August Rittmeier in Altona Grobbäckerei von August Rittmeier in Altona


Altona - Gr. Schmiedestr.
Bildkarte - Gr. und Kl. Schmiedestraße und August Rittmeyer (Bildarchiv)


Brot- und Fettwaren August Rittmeier, Trommelstr. 5 Wohnsitz von August Rittmeier in Altona



Karte

Zweig Peter Michael Rittmeier

oben

Hamburg

Der Sohn Peter Michael Rittmeier (geb. 28.4.1858 in Weklitz) zog nach Hamburg und hatte gem. Heiratsurkunde mindestens seit 1893 in Hammerbrock eine Brothandlung in der Hammerbrockstr. 80 (siehe Stadtplan Hamburg). Peter Rittmeier hatte 3 Söhne (Einzelheiten siehe Stammtafel).

Gem. Adressbuch-Eintrag
Hamburg von 1897 wurde unter der Anschrift Hammerbrockstr. 80 erstmals ein Brothandlung von Otto Rittmeier geführt. Ab 1902 wechselte die Anschrift von Hammerbrockstr. 80 in Gothenstr. 53. Erstmals seit 1920 wurde Peter Rittmeier im Adressbuch von Hamburg als Brothändler in der Gothenstr. 53 geführt.

Es ist bisher nicht bekannt, wer Otto Rittmeier war und ob er die Brothandlung
- ggf. Zusammen mit Peter Rittmeier - betrieben hat und ob sie möglicherweise von August Rittmeier aus Altona beliefert wurden. Da Peter Rittmeier erst 23 Jahre nach dem erstmaligen Eintrag von Otto Rittmeier im Adressbuch die Brothandlung in der Gotenstr. 53 übernahm, war Otto Rittmeier möglicherweise ein bisher nicht bekannter Onkel. Es könnte sich aber auch um einen am 20.4.1871 in Preuschmark (Westpreussen) geboren Neffen von Peter Rittmeier handeln.   


Brothandlung von Otto Rittmeier in Hamburg Brothandlung von Otto Rittmeier in Hamburg


Brothandlung Peter Rittmeier in der Gothenstr. 53


 

 

 

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 (Stand:16.11.2017)